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texte von:
hans peter riese
jürgen trabant
eugen gomringer
klaus staudt
peter staechelin
kunibert fritz
kunibert fritz entwicklung
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Zu den Bildern
Die Bildfläche ist ein Raster von gleichgroßen Quadraten.
Die Kantenlänge der Quadrate beträgt zwei , 2,5 oder 5 Zentimeter.
Die Quadrate sind farbig: schwarz, weiß, gelb, rot, blau. Die von
mir zunächst regelmäßig angeordnete Verteilung der Farben
wurde von einem Computerprogramm "durcheinandergewürfelt".
Der Computer kann mit dem entsprechenden Programm eine für mich nicht
überschaubare Anzahl von unterschiedlichen Farbverteilungen vornehmen.
Ich habe aus einer Anzahl von ausgedruckten Farbvariationen ausgewählt.
Ein ausschlaggebendes Kriterium dabei war für mich, daß der
Eindruck eines Rasters erhalten bleibt. Ein Rasterbild auszuwählen,
welches die Spannung, was Figur, was Grund darstellt, in der Schwebe hält.
D. h. für das Auge des Betrachters soll die Möglichkeit gegeben
sein auf der Bildfläche unterschiedliche Beziehungen zwischen den
Farbquadraten herzustellen: gleichsam immer wieder neue Kombinationen
zu entdecken, diese zu erweitern oder aufzulösen und von neuem zu
bestimmen. Vergleichbar mit der Möglichkeit einzelne, lose Farbquadrate
wie Bausteine zu verschieben, auszutauschen, neu anzuordnen. Ein spannendes
Spiel ?!
Mein Ziel ist es, den Betrachter über die zunächst automatisch
wirkende Bewegung des Auges zu einer kontrollierend-abwägenden Bewegung
zu verleiten. Der Betrachter kann Bildteile vergleichen und Bezüge
herstellen, vielleicht bereitet ihm das Vergnügen. Der Betrachter,
der sich in dieser Weise dem Bild zuwendet macht Erfahrungen mit Farbbeziehungen
und seinen Empfindungen, die sie auslösen. Neben den Wirkungen von
Hell-Dunkel-Kontrast, Farb-verwandtschaft, Räumlichkeit, Schwingung
werden Vorlieben und Abneigung auftreten und die Auswahl der Kombinationen
bestimmen. Das Auge verharrt oder flüchtet.
Kunibert Fritz
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